Warum sollte man sich mit einem Blackout beschäftigen
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Stromausfälle sind meist nach kurzer Zeit vorbei, aber das europäische Stromnetz wird immer komplexer. Damit einher geht die Anfälligkeit für Störungen und schließlich auch die Gefahr eines Zusammenbruchs des gesamten Netzes = Blackout.

Diese Gefahr wird von Behörden und anderen Organisationen durchaus erkannt und kommuniziert. In der Bevölkerung ist es jedoch größtenteils ein Nicht-Thema.

Wer warnt vor einem Blackout?

  • Büro für Technikfolgenabschätzung im Deutschen Bundestag
  • Bundeswehr
  • Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
  • Österreichisches Bundesheer
  • und weitere Organisationen aus diesem Fachgebiet
  • und nicht zuletzt die Bundesregierung selbst

In Wikipedia wird ein
mangelndes Risikobewusstsein unserer Gesellschaft beklagt:

"Eine Studie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) kommt zu dem Ergebnis, dass durch einen langandauernden und großflächigen Stromausfall alle kritischen Infrastrukturen betroffen wären und ein
Kollaps der gesamten Gesellschaft kaum zu verhindern wäre. Trotz dieses Gefahren- und Katastrophenpotenzials sei ein diesbezügliches gesellschaftliches Risikobewusstsein nur in Ansätzen vorhanden."

Das BBK schreibt:

"Stromausfälle über längere Zeiträume (sind) auch in Deutschland möglich. ... Der Zeitraum ohne Strom (beim tagelangen Stromausfall im Münsterland 2005) machte deutlich, dass grundlegende Elemente des Selbstschutzes, wie zum Beispiel die Lebensmittel- und Trinkwasserbevorratung, als Vorbereitung auf Krisensituationen nur von wenigen Menschen beachtet worden waren."


Bisher gab es ein paar ziemlich große Stromausfälle, die aber begrenzte, wenn auch große Gebiete betrafen waren und nach Stunden wieder behoben wurden. Ganz anders sieht es aus, wenn der Strom in einem ganzen Land oder in großen Teilen Europas ausfällt. Das Stromnetz dann wieder in Gang zu bringen, dauert nicht Stunden, sondern Tage, wenn nicht sogar Wochen. Das hat technischen Gründe, die hier auf einfache Art für Nicht-Techniker erläutert werden. Nach Ansicht der deutschen Bundesbehörden wäre ein großer Blackout eine der größten denkbaren Katastrophen.

Hier erfahren Sie, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts ist, was ihn auslösen kann, warum das Wiedereinschalten lange dauert, welche Auswirkungen es auf Menschen, Tiere, Gesellschaft und Wirtschaft haben wird.

Sie erfahren, was am Wirkungsvollsten ist, um einen Blackout zu verhindern, aber auch wie Sie sich vorbereiten können und was Sie tun sollten, wenn es soweit ist.

Nach den Aussagen der Experten ist die Wahrscheinlichkeit des Blackouts ist viel höher als die Wahrscheinlichkeit eines Autounfalls oder eines Wohnungsbrandes. Vergleichen Sie die Vorsorge für einen Blackout einfach mit Vorsorgemaßnahmen, die Sie in anderen Bereichen treffen: Sie schnallen sich im Auto an und Sie versichern Ihr Haus gegen Feuer und Sie halten einen Feuerlöscher bereit. So etwas wird als vernünftig betrachtet. Wenn wir die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts und die Auswirkungen behandelt haben, werden Sie mit Sicherheit auch die Vorsorgemaßnahmen zu einen Blackout als vernünftig einordnen.

Sie erfahren, warum Selbst-Organisation unverzichtbar ist. Ein wenig Selbst-Organisation betreiben Sie wahrscheinlich bereits jetzt, wenn Sie einen Feuerlöscher haben. Sie verlassen sich dann nicht darauf, dass die Feuerwehr ganz schnell erscheint. Im Hinblick auf einen Blackout ist eine noch umfangreichere Selbstorganisation unabdingbar.

Dabei geht es nicht nur um ein paar Dosen Ravioli in der Speisekammer, sondern um vieles mehr.

Manch einer wird sich fragen: Was tun? Am wichtigsten ist die lokale Ebene, da Sie bei einem Blackout nur noch Zugang zur lokalen Ebene haben. Diese Website bietet Informationen dazu, wer in
Ihrem Ort hilft und welche Initiativen es gibt, die sich um die Vorsorge kümmen. Behörden und die bekannten Rettungsorganisationen sind hervorragend gerüstet und sie tun alles, was sie können, um Ihnen im Notfall zu helfen.

Aber sie werden nicht allen helfen können, wenn ÜBERALL Hilfe benötigt wird. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sagt dazu ziemlich lapidar:

Entweder lebt die Bevölkerung bewusst mit dem Restrisiko einer eingeschränkten bzw. fehlenden Versorgung im Falle eines langanhaltenden flächendeckenden Stromausfalls oder aber sie ergreift selbst Maßnahmen, um ein solches Risiko abzuwenden.

Umso wichtiger ist es zu wissen, wie Sie sich und Ihren Nächsten selbst und gemeinsam helfen können.

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